Dangast Journal VI

Resilienz. Dass man astrein in der Gesellschaft funktioniert und sich nichts, gar nichts zu Schulden kommen lässt. Auch um nicht aufzufallen. Gerade deshalb wohl. Die Aufmerksamkeit ablenken von sich. Niemandem irgendwie einen Kummer bereiten. Warum wohl wurde die alte Frau so von ihren Kindern hofiert? Wieder und wieder mit Honig umschmiert, bis sie beinahe aus dem Leben glitschte? Man treibt hier keine Analysen zu irgendwelchen Schuldzuweisungen. Das ja gerade nicht. Aber es gibt etwas wie Aufarbeitung und Verständnis für Verhältnisse und Gewohnheiten. Heute so ruhig hier und auch zu Hause. Obwohl dort im Eingang Paletten mit kreischenden Platten abgestellt wurden und auf Verarbeitung warten. Überall Verarbeitung. Dass selbst das rot-flackernde Lämpchen an der Philips Senseo Kaffeemaschine Stress verursacht. Und wenn dann ein halbwahnsinniger Kerl ins Atelier stapft und sich breitmacht mit seinen Reden, als drehe sich die ganze Welt nur um ihn, dann reisst einem schon der Geduldsfaden – der Resilienzdraht. Eben. Gestern geschehen. Ich hätte keine Wahl und ich sollte jetzt zusagen auf seine Einladung hin. Mit gefalteten Händen dann zum Himmel geschaut und um Beistand gebettelt. Das kann es doch nun nicht sein. Und dann? Geschlagene zwei Stunden auf mich eingeredet. Nie, niemals kam die Frage, wie es mir geht. Nie. Hat wahrscheinlich längst vergessen. Aber jemand stellte die Frage nach dem gesundheitlichen Zustand. Ah, ja! Kurze Berichte über die Vorhaben und das Weiterleben und die Zustände überhaupt. Man steht sich gegenüber und redet über Dritte, die verschwunden sind. Die geht über Leichen.
Am Nachmittag Besuch. Das Skizzenbuch lag geöffnet auf dem Tisch. Nichts getan, eigentlich. Wie schon in den alten Gefilden. Man hört sich das Gerede anderer an und bleibt gelassen. Irgendwann dann so ein Brennen in der Brust. Über die lange Zeit hinweg nur prasselnde Worte, wie ein endloses Schlagen auf den Schädel. Folter fast. Davon mal berichten und man wird verlacht. Ebenso das Argument, warum man nicht mit will. Warum? Unvorbereitet. Und dass sich darüber lustig gemacht wird. Man verdreht sogar die Augen. Ein Hinterwäldler sondergleichen. Mit manikürten Fingernägeln. Seines Zeichens mal Pharmareferent. Chemikalien verhökern. Egal. Heute besser. Aufgeplustert der Bauch. Alles wie immer. Vergessen und vertuschen. Und nichts anmerken lassen. Das Grinsen, wenn der vorwurfsvolle Blick einen trifft. Man hat ja ein eigenes Leben. Sträflich vernachlässigt. Na, eben!
Der Besuch. Das wird ja auch immer öfter. Und dieses nuschelnde Gesabbel mitten hinein in die Rede. Wieder und wieder. Nie den anderen ausreden lassen. Und zu allem eine Meinung, die man auch hinaus rufen muss. Natürlich. Und immer dieser Wettbewerb. Doch, doch! Was weiß ich? Was weißt du? Was kann ich? Hier und hier. Und hier! Nervendes Getue von ADHS´lern. Aber man ist mit sich nun im Reinen. Sicher. Hat vergeben! Ja, auch dem Vater. Man ist doch erwachsen. Jetzt nicht wieder losheulen. Nein, nein. Das ist zum Glück abgehakt. Ja, nein, das ist gut verheilt.

Dieses ewige Getue und Gebaue an all den Hobbithöhlen. Ständig sieht man Kerle irgendwelche unförmigen Teile von hier nach dort schleppen. Irgendwo wird der Kram dann hingeworfen, um nach einiger Zeit wieder die Dinge zu sortieren und die Teile von da nach da zu transportieren. Wie viel unsäglichen Schwachsinn ist der Mensch in der Lage zu fabrizieren? Und lässt sich dabei auch immer noch einspannen von anderen Meinungen und Erwartungen. Schön dann Streits zu begutachten. Wegen schiefer Regale. Krummen Nägeln oder Riesenbohrlöchern. Haufen hier und Haufen da. Sammelleidenschaften der Damenwelt. Kristallglas und Porzellan mit Stempel. Diese ganze Scheiß wird nach dem Tod entsorgt und keine Erinnerung bleibt übrig. Nur dass sie allen mit diesem Zeug auf die Nerven gegangen sind, aber niemand sich getraute mal was zu sagen. Überhaupt: woher kommt dieser Zweifel an der Person? Als hätte man keine eigene Meinung. Und wenn, dann zählte die ja gar nicht. Oder sei so abwegig, dass man sie getrost vernachlässigen könnte. Man hat keinen Wert und somit auch keine Meinung.
Heute Ruhe im Haus. Ich sitze aber im Atelier und lausche dem Rummsen und Wummsen zweier Männer in Baumontur, die „mal aufräumen“. Sachen von hier nach da schleppen und Ordnung machen, eben. Durch die fast seltsame Stille knallt es dann und scheppernd fallen die geordneten Gegenstände zu Boden. Weckrufe. Oder Warnrufe. Hier bin ich. Dass sie sich bei ihrer Tätigkeit nicht auf die Brust trommeln. Rauschen immer da. Aber heute von der Heizung. Wie vermutet tauchte gestern auch noch bekannte Person auf und fummelte nach irgendwas.
Entschluss gefasst, das Blog aus 2011 komplett zu veröffentlichen. Ohne Redigierung. Das macht alles kaum Sinn, ich weiß, aber es muss Platz geschaffen werden. Es sind nicht die Dinge und Sachen, sondern hier Angefangenes und Ideenreiches. Begonnenes und Vollendetes. Eine Liste angefertigt und abgearbeitet. Dann kommt man auch nicht auf blöde Gedanken.
Amerikanische Schriftstellerin, Trinkerin, Mitte Dreißig, schreibt über ihre Sucht. Wahrscheinlich gibt es tausend Gründe Schluss mit der Sauferei zu machen. Aber eben auch Tausend weitere Gründe sich ständig zu betrinken. Entscheidung heisst das Leben. Klasse. Man geht und geht und stolpert und stolpert und steht wieder auf und geht weiter und niemand hält den ganzen Zug mal an. Unaufhörlich tickt dieser blöde Wecker. Stunde um Stunde, Tag um Tag. Und mit irgenwas muss man den Tag ja rumkriegen, wenn man schon ohne Partner lebt. Keine Sexualität. Ein fetter weißer Bauch, der das Werkzeug verdeckt. Penis oder Klitoris.
Der ruhige herbei ersehnte November entpuppt sich als größter Störenfried in diesem Jahr. Jegliches Laub ist bereits übers Wasser geflogen. Natur ist beschnitten. Die Dinge sind sortiert und wenn nicht, dann werden sie eben sortiert. Man häuft an und trägt zusammen, was zu einem gehört. Alles an seinen Platz. Und man könnte sich mal wieder ein Buch nehmen. Lesen. Aber Netflix verspricht größeren Zeitvertreib und man lässt sich besser berieseln, als dass man noch mitdenken muss. Besinnliche Zeit, wo goldene Hallen gebaut werden und man endlich mal etwas schafft, was Bestand hat. Dann kann man das auch später weitergeben. Und der diesjährige November verdrückt sich in die hinterste Ecke, um nicht gesehen zu werden. Er hat sich die stinkende Decke übergeworfen und wartet ab. Aus seiner Erfahrung wird es auch wieder Zeiten der Besinnung geben.
Dass so viel verschüttet da liegt. Ab und an kramt man darin herum und sucht nach Antworten für ein selbsterrichtetes Dilemma. Das Wesentliche ist nicht erkannt. Dass die Energie, vielleicht das Rauschen nicht mehr wahrgenommen wird. Es bleibt nur ein gezimmertes Häuschen. Und man selbst ertrinkt langsam in diesen Haufen von ernannten Wichtigkeiten. Dass man vielleicht an einem Punkt steht, wo Freiheit ruft und man jetzt mal hinhören sollte. Alles stehen und liegen lassen. Sollen andere aufräumen und sortieren. Es ist Zeit.

Dass man über zwanzig Jahre hinweg immer wieder die gleichen Argumente anbringt und die aber irgendwann einfach nichts mehr taugen. Lächerlich, was man alles hinnehmen muss. Als sei man ein auf ewig Verdammter. Oder so in der Art. Heute fast sommerlich. Warm und überall das Fliegenvieh. Schon kurz nach dem Erwachen dann wieder Ärger mit den Mitbewohnern. Was fängt man denn an mit Menschen, die behaupten, sie seien auf einem höheren energetischen Level als man selbst? Da ist keine Basis für irgendwas. Dass man das hätte frühzeitig erkennen müssen. Stattdessen hat man sich in Frage gestellt – wieder und wieder. Unglaublich zweifelhaft. Oder dass man die Realität aufgezeigt bekommt. Vollkommen versponnen im Netz der eigenen Unfähigkeit. Aber man lässt es nicht mehr an sich heran. Schluss damit. Ein für alle Mal. Es gab nie eine Chance. Und für was auch?
Wenn man einmal den Lügenteppich ausgelegt hat, latscht man drüber und drüber und kehrt unterwärts alles weg. Die Ruhe hier und die gleichzeitige Angespanntheit. Dass man immer wieder in diese Gefilde hinein gezogen wird. Längst über alle Berge verschwunden und keine Berührungspunkte mehr. Dass doch die Zweifel sofort aufsteigen und man aufspringen will und losbrüllen und zerschlagen und endlich alles verstopfen, damit Ruhe ist mit diesem Wahnsinn. Aber es gibt Parteien. Man schlägt sich auf die eine oder andere Seite. Somit gibt es auch Feindbilder, die irgendwann zu Feinden werden. Bis man hasst und den Teppich fein abbürstet.
Man weiss um einiges und doch ist man verunsichert. Warum? Woher kommen all die Zweifel? Und wieso lässt man sich in diesen Abgrund stoßen? Dass es nur darum geht, mit dem Finger auf irgendwen zu zeigen. Einen Feind zu benennen. Schuldzuweisungen sind die Ausreden für das eigene Unvermögen. Dass hat keinen Bestand und kann vernachlässigt werden. Und dann aber wieder in den Alltag finden. Das geht seit Jahrzehnten so. Und niemanden fällt es auf. Die gleichen Argumente wie schon vor zwanzig Jahren…
Eben das Fliegenvieh erschlagen. Vielleicht als Kompensation. Dass man dann ordentlich an die Arbeit gehen kann. Heute sowieso kaum Dinge zu erledigen. Gestern die Email an jemand Interessierten geschrieben, mit Preisangabe und Bedingungen. Natürlich sofort den Wind aus den Segeln genommen – wie vermutet und gewollt. Man ist doch nicht der Gefallsüchtige. Und alles immer umsonst. Und die vielen Schnacker um einen herum. Dass es Zeit ist aufzuräumen, wie in der Prophezeiung. Saturn kommt. Alles wird hinweg gefegt. Endlich kommt Luft an die Sache…

Irgendwie muss man doch Einfluss nehmen können. Dass man seinen Kram los wird. Und wenn es kein persönliches Gespräch gibt, weil sich jemand weigert, dann muss man Zettel schreiben. Die werden aber auch nicht gelesen. Man reisst sie vom Ort, wo sie angeklebt wurden und vernichtet diese gleich. Dann eben eine elektronische Nachricht. Die Emails werden doch gelesen. Darüber findet doch neuerdings jegliche Kommunikation statt, oder? Wie die Zettel verschwinden diese auch im Papierkorb, dem elektronischen. Und warum bekommt man denn keine Antwort. Dass man traurig über die Entwicklung ist. Dabei war doch die Chance da. Nicht? Grundstücke werden verschachert, um sich weiterhin dem Lebensstil hinzugeben, dem man frönen will. Fahrten werden gebucht. Listen werden gemacht. Pläne geschmiedet. Umbauten in Auftrag gegeben. Man ist Herr seines Schicksals und so auch Herr des gesamten Universums. Herrscher über alle. Ohne Rücksicht verfolgt man die eigenen Ziele und geht über Leichen, ja, natürlich. Muss man. Ansonsten tut sich ja nichts hier. Wenn man sich vorstelle, dass die Griller ewig und drei Tage ihr Fleisch in sich hinein stopfen würden. Geht eben nicht. Mittlerweile tragen alle Verantwortung. Und wie ist es mit denen, die sich nicht rühren wollen? Dass man jeden für sich die Erfahrung gestatten und erlauben muss und niemand, niemand in der Position steht oder liegt oder ist, dass dieser andere bevormunden darf oder gar kann. Niemand hat das Recht andere zu drangsalieren und ihnen die eigene Lebensweise, das Verständnis von Leben überhaupt überzustülpen. Als maße sich ein jeder an, er oder sie sei nun König oder Königin und befehle über das, was richtig und was falsch ist. Schreibe vor, wie das Leben zu leben sei. Das ist, wenn es sowas überhaupt gibt, Blasphemie. Ansonsten wieder herrlicher Herbsttag. Ohne Krach am Morgen. Es fliesst kein Geld. Man hat zu warten. Und ob man überhaupt noch mal arbeiten kann, sei dahin gestellt. Vielleicht zahlt dann die großverdienende Tochter alles? Ach, wär´das schön, sich nicht mehr zu rühren und alles den anderen anlasten. Der ganze Umstand liegt in der Verantwortung einer Person, die nicht funktioniert, wie man das will. Mensch!!
Diese Stelle am Arsch. Am Steißbein. Man sitzt ja nur noch. Bewegung unter Zwang, wenn man beinahe täglich jetzt durch den Ort geht und hofft, niemanden zu treffen. Es beginnt zu schmerzen und das heisst eben: Überanspruchung. Ist ja klar, wenn man jeden Tag diese Haltung einnimmt. Haltung einnehmen – überhaupt. Dass man mal Haltung zeigt. Am besten besorgt man sich eine Waffe im Darknet und schiesst mal um sich. Warum nicht. Karma Polizei wird gleich eingeschaltet, sobald nur der Gedanke daran ausgeschrieben- oder gesprochen wird. Eine Erziehung der ständigen Angst. Dass man von Anfang an nur darauf konditioniert wird, möglichst still zu funktionieren und nichts zu erfahren, von all den Machenschaften, an denen sich immer andere bereichern. Erst wenn man sich aus diesem System nimmt und auf all die Macht und Kohle, all das Geld scheisst, dann erkennt man, worauf das alles aufgebaut wurde. Die Menschen müssen in Angst und Schrecken leben, um zu erkennen, wer sie sind. Um sich weiter zu stählen für all die nächsten Leben (Gurdjeff). Und dass sie nicht im Bardo landen. Dass sie nicht in die Hölle gehen, um dort für immer auszuharren und darauf zu warten, dass das alles bald zu Ende geht. Aber es gibt kein Ende. Es gibt keine Erlösung. Für immer wird die Angst in ihnen implantiert sein. Und sie werden bis zum jüngsten Tag, was immer das ist, in Leid und Kummer ein Leben ohne Frohsinn und Heiterkeit fristen.Für immer. Die Menschen sollen, ja, dürfen nicht denken, sonst erkennen sie doch selbst, dass diese Welt nur Lug und Trug ist. Irgendwer hat sich das mal so gedacht. Man redet von irgendeiner Gottheit, höher und weiser, viel klüger als der Mensch und man müsse diesem Gott dienen. Tue man das nicht, so kommt man in diese imaginäre Hölle, die es gar nicht gibt. Aber das weiß der dumme Mensch nicht. Und so hat man die erste Zucht parat und gibt es von Generation zu Generation weiter. Bis heute.
Ruhe hier. Ganz schön, auch den Gedanken zu entfliehen und bei sich zu bleiben. Dass man nun auch am eigenen Tunnel arbeitet. Tief graben und sich verschanzen. Hier und da und in aller Öffentlichkeit; man ist bei sich und fährt die Antennen endgültig ein. Wer, wo und wie und was ist ohne Belang. Schutzmaßnahmen, die das Überleben sichern. Glück und Lebensfreude.

Geht´s noch? Wir sind froh bei den Guten zu sein. Dass der Ausspruch viele so verunsichert ist ja gerade die Essenz darin. Dass man mal anfängt an sich zu zweifeln. Sich in Frage stellen kann positive Wirkungen zeigen. Man kompensiert unter Umstände seine Aggressionen. Der Gegenüber wird toleranter betrachtet. Nach dem alten Ausspruch: try walking in my shoes… geht’s noch? Regen. Unbeständig das Wetter. Dass man sich rücksichtslos nun verhält, auch aus Eigennutz und Selbstschutz. Dadurch werden die anderen in Rage gebracht. Man funktioniert so nicht mehr. Was ist denn nur? Und dass man in die Jahre kommt und plötzlich aufbegehrt? Wo gibt’s denn so was? Ruhe hier. Rauschen aus der Gasflasche. Wenn, dann zieht man niemanden mit hinein. Wieso auch? Also muss die Wahl gut überlegt sein und das Ausführen muss geplant werden. Erziehung zur Angst. Dass man da immer wieder drauf stößt. Mit allem verbunden, heisst das, es ist alles möglich. Und: alles ist gut so. Und: die Strafen haben sich grausame Menschen ausgedacht.
Das Ticken des Weckers. Jeden Tag. Wie man den Tag, wenn er dann schon da ist, in die Länge zieht. Am Abend kein Ende findet. Jetzt, verdammt. Jetzt ist man doch hier! Was denn nun noch? Dass der Schlaf nie ein kurzes Ende bedeutet, sondern lediglich eine Pause in diesen riesigen Katastrophen. Aufwachen und Einschlafen.
Wer das sagte? Wovor haben sie am meisten Angst? Vorm Schlaf und vorm Aufwachen. Dass immer wieder das Leben ruft mit einem lauten Gebell; wie ein Tier, das den Hals nicht voll bekommt. Was man sich hier tatsächlich selbst gewählt hat, sind nur die unüberlegten Handlungen, woraus dann der ganze Zirkus entsteht. Ursache und Wirkung.
Sie sagte damals (schon!), dass man dann auch als komisch gelten könnte. Aber sicher. Und nun steckt man da drin. Man ist jetzt komisch. Na ja, über Jahre hinweg hat man immer vorgegeben, man sei so und so und der und der, habe eine Rolle gespielt, wie im Theater. Aber das geht nun nicht mehr. Man ist nicht verständig. Man ist voller Wut. Hass kocht hoch. Und all die Verletzungen, die man geschluckt hat, weil man annahm, man sei das Problem. Einbruch nun…
Die Wirkung setzt immer etwas später ein. Das Erwachen schreckhaft, angsterfüllt schweißgebadet. Dann erst Knacken und Rumpeln. Lässt du dich eigentlich auch untersuchen? Gehst du zur Kontrolle? Du musst doch die Blutwerte haben. EKG. Herzultraschall? Nein? Dann Stillstand in sämtlichen Bereichen. Hirn- und Körperfunktionen schalten ab. Man döst.

Es ist Montag. Das Wochenende über gearbeitet. Alles schön im gewollten Bereich. Kein Handlangerkram oder Schwielenkönig. Trotzdem, wenn die brüllenden Horden einfallen und ihr lautes MOIN schreien, juckt es mir überall. Als müsste ich jetzt funktionieren, den Blaumann anziehen und das nach da schleppen und das nach da; und dies dahin schleppen und dies dahin. Man ist Mann. Dass es aber so nicht mehr geht. Dass man sich ja schließlich nicht umsonst weitergebildet hat. Die Schulbank gedrückt. Gelesen. Dies und das. Gleichgültig aber, wenn es wirtschaftlich unerträglich ist. Das ganze Streben dient nur einem Ziel. Wie man sich da heraus holt. Wie man sich außerhalb dieses Systems platziert. Heute noch Gedanken an Erleuchtung. Und die Frage nach dem Übergewicht. Wie es sein kann, dass man sich vernachlässigt aus Lebensunmut. Wieso auch sonst?
Regen. Junge Männer tragen ihre Duftmarke spazieren. Arbeiter in einer Parfümwolke. Ständig schiebt der eine sich die Haarlocke zur Seite. Mit den dreckigen Fingern durch die Strähnen. Und Radio von beiden Seiten der Baustellen. Von oben mit Gewummse. Und von draußen mit grellem Ton. Da verschluckt Mutter Natur die Bässe. Dass man aber ganz ruhig und bei sich war. Immer gegen die Angst. Jede Minute der Tritt in den Hintern. Wovor auch Angst haben? Dass man nicht reagieren will, wenn es durch die Zimmer dröhnt und man schon im Vorfeld ahnt und auch weiß, dass gleich ein Ruf ertönt und die Bauherrin verlangt wird. Diese aber irgendwo ihre Utensilien verstaut und ihre Sachen sortiert. Vorhängeschlösser und Stolperfallen. Die Antennen einfahren. Dass man nicht alles tun kann. Und auch nicht muss. Und man muss auch nicht alles wissen. Besser Notizen machen, falls es zum großen Crash kommt. Und ein großer Rumms wird kommen. Wie auch immer. Durch den Regen ins Atelier. Keine Menschenseele zu sehen. Und dann die Erkenntnis, dass man kein Zuhause mehr hat. Oder dass man über Jahrzehnte den Einflüsterungen gelauscht hat. Wie man sich, ganz bewusster Mensch, in Frage gestellt hat. Jahr um Jahr. Und früh gelernt, dass man eigentlich immer falsch lag und liegt und niemals Recht bekommen wird. Und schon gar nicht Liebe. Wofür denn? Wozu das alles? Als Beweis der Erkenntnis. Als Beweis für einen guten Charakter. Der gute Geist wird über all den Schaden triumphieren, wie Pasternak einst behauptete. Dass es aber hier nicht stattfinden wird und kann. Andere Hebel sind an anderen Stellen angesetzt. Der Fehler ist hier gewollt und verheisst Erfahrung. Unentwegte Fragestellung nach der Richtigkeit seiner Person. Wo das endet? Und die einzige tatsächlich philosophische Frage nur sein kann: Bring´ich mich um oder nicht? Alles andere ist sekundär.Ohne Priorität. Eigentlich nur blödes Gewäsch neunmalkluger Zeitgeister, die manipulieren.
Wenigstens den Gang wieder etabliert. Wenn auch noch unregelmäßig. Sollte das im Haus so bleiben, dass brüllendes Handwerkervolk angesiedelt kommt, Tag für Tag, dann aber doch täglich auf die Beine und durch den Ort latschen. Gedanken an die Fotografie. Was man braucht und was nicht. Und der graue Mantel am Himmel. Wie früh die Sonne untergeht. Der aufgeblähte Bauch. Die lahmen Beine. Auch die eigenartigen Aussprüche der Mutter. Früher als Arbeiter in roten Kutten für die Gewerkschaft gestanden. Heute rufen sie aus ihren Fenstern die alten Parolen. Woher das nur kommt? Dass man nicht teilen will. Außerdem natürlich das verkorkste Leben. Aber es war nun mal alles selbst entschieden. Dass man niemandem einen Vorwurf machen kann und auch nicht darf.
Langsam angekommen auf der Welt. Immer so kurz vorm Einknicken. Schlucken. Herunterschlucken der Tränen.

Dass man sich nun komplett öffentlich macht und alle Scham verliert. Knapp drei Stunden geschlafen und seit einiger Zeit völlig durchnässt. Schwitzend wie ein Schwein ins Atelier. Die totale Ignoranz. Dass es von Kunst nichts zu sehen gibt. Im Esoterik Zentrum hat diese Energie nichts verloren. Fraglich dann wirklich, was denn die Menschen zusammen bringt? Nicht mal neun Uhr am Morgen. Selbst die Vögel schlafen noch in den Bäumen. Natürlich bin ich ein Träumer und das ist gut so. Warum man mir so etwas zum Vorwurf macht? Eingeschränkte bis gar keine Wirtschaftsfunktionalität. Unzuverlässig. Flausen im Kopf, dass man die Welt ändern sollte und dies auch will und tut. Langsam zur Besinnung kommen und sich nicht in den Wahnsinn anderer hineinziehen lassen. Wie sie dann diesen Blick aufsetzt. Am Abend auf Krawall und am Morgen voller Zweifel. Dass man doch völlig übergangen wurde. Und das eigentlich seit Anbeginn. Wie man sich drehte und wandte, aus Gefallsucht und auch weil es gut war.
Immer wieder Aussetzer. Paranoia. Der ständige Blick zum Fenster hin. Man rannte praktisch aus dem Haus. Die Taschen in beiden Händen. Keine Erwiderung des Guten Morgen Grußes. Die Verunsicherung seit Anbeginn. Dabei glaubt man doch, im Alter, wenn man erst mal älter ist, wird es ruhiger. Man sehnte die Gelassenheit herbei und bekam am Ende die schiere Panik. Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluß. Auch da immer wieder. Aussetzer. Gedanken an den norwegischen Autor. Alle Romane lesen. Unbedingt. Sich entblößen hat ja nichts mit Exhibitionismus zu tun, sondern ist Teil einer Katharsis. Da muss etwas hinaus gebracht werden. Man muss sich dem stellen und bringt sich in Stellung gegen alle Widerstände.
Je länger man hier sitzt, desto größer wird der Abstand zu dieser Plage zu Hause. Und es ist eine Plage. Ein Geschwür, das sich weiter und weiter ausbreitet. Dass man mehr und mehr verdrängt wird. Wenn das Interesse an der Person schon gering ist, so ist das Interesse an der Arbeit gar nicht vorhanden. Daraus schlussfolgert man wieder, dass es nur die eine Möglichkeit für einen gibt. Man muss diesen Weg zu Ende gehen. Und es ist Erkenntnis. Da ist kein Vorwurf. Man ist ja froh über diesen Umstand. Doch. Sicher. Auch wenn die Wut am Abend ins Unermessliche steigt und man voller Gewalt beinahe platzt. Die wird dann weggestrampelt und man schwitzt sich den Dreck aus.
Nach dem Schwitzen kommt das Frieren. Schlottern. Erst am Rücken. Zwischen den Schulterblättern – die Toltekische Keule, die einen ins andere Bewusstsein stößt. Aber diesen Unsinn hier nicht mehr verbreiten. Da war ich auch mal! EL, auf der Treppe. Und Konzentration. Dass die Worte fehlen. Dass Gefühle nicht mehr ausgedrückt werden können. Man stumpft ab. Auch durch all die Serien am Abend. Ständige Berieselung. Dass man doch auch mal blöde aus dem Fenster gucken kann. In den Himmel. Suchend. Dass man keine Antwort erhält. Wieder Erwartungen erfüllen. Wieder sich zurück nehmen. Wieder die Wünsche anderer berücksichtigen. Wieder sich aufgeben, sich vergessen, sich verstellen, sich erinnern. Und dann im Gewitter der Beschuldigungen untergehen.
Man hört hier nur wenig. Rauschen in den Rohren. Der Wind in den Ästen. Man sieht ihn, aber sein Gejaule ist kaum zu hören. Dass man immer in Hab-Acht-Stellung ist. Dieser Zustand ist auf die Dauer anstrengend. Außerdem schädlich für den Körper, aber der ist sowieso völlig vernachlässigt. Da fragt auch niemand. Muss ja auch nicht. Kein Interesse. Ist er da oder nicht. Und wenn er nicht mehr da ist, wird er nicht beweint, sondern verflucht und gehasst.

Beweise für die Berechtigung künstlerischer Tätigkeit. So unter dem Motto: Zeig´ma´her. Was hast du denn die letzten zwei Jahre so gemacht? Gibt es neue Sachen? Zertifikate und Belege für ein Lotterleben in Angst und Schrecken. Sowie heute. Dunkelheit und flackerndes Lämpchen am Rad. Im Wald das übliche Hundegekläffe. Der Besitzer sieht sich um, wie es alle immer tun, wenn was aus dem Rücken naht, schaut und zerrt das Vieh zurück. Gebelle am Morgen. Wahrscheinlich ist der Hund auch noch nicht richtig wach. Am Strand. Das blaue Boot mit Dieselgetucker. Kein Himmel. Eine graue Wand wie gepinselt. Im Atelier muschelig warm. Und im Kopf das ewige Getuschel eines Zweiflers. Und blickt man zurück, was gibt es denn nun wirklich. Also irgendwas zu zeigen? Haufenweise Skizzen. Ein Buch wurde daraus. Aber ansonsten? Man muss doch produzieren als Künstler. Egal ob Ausschuss oder Annehmbar. Raus mit dem Zeug. Dass da eben nichts vorzuweisen ist. Nun, man könnte das Gewicht anbringen. Etliche Kilos auf den Rippen. Und die Kurse auch. Doch reine Produktivität? Nein, das nicht. Erschreckend, oder? Macht man denn hier so Tacheles? Vielleicht. Dass man immer so auf seine Freiheit beharrt, doch die nicht nutzt. Dass die Tage lang sind. Gerade jetzt, wo man um 8 Uhr morgens schon im Laden hockt und sich dumme Fragen beantworten will, die einen doch nur komplett in den Boden versinken lassen, vor Scham. Und wieso? Man braucht ja nur auf die Website zu schauen. Aktualisierungen? Ein wenig. Nun gut – aus den Wucherungen und Geschwüren strickte man das fleischgewordene Ego. Aber das war doch nun erledigt in ein paar Tagen. Ach, wieder die Krankheit. Ebensowenig kann man in diesem Alter seine Eltern für ihre Erziehung verfluchen. Mittlerweile ist der Vater tot. Die Mutter schreit ihr Nazi-Parolen in den Querumer Himmel. Langsam wird sie eins mit ihrem Sessel. Es liegt also immer an einem selbst. An einem Selbst, das nicht bereit ist, alles zu geben. Bis zur Aufgabe. Bis zum Exitus. Was man an Zeit vertut.
Lautes Türengeschlage. Schritte. Stimmengemurmel und der ständige Blick hinaus. Hat man sich wieder gefunden? Oder hat man sich eigentlich völlig aufgegeben? Eher letzteres. Die Menschen verschwinden. Was bleibt ist das Ungeziefer.

Also Resümee ziehen? Wozu und für wen? Für eine Lebensberechtigung? Andere hocken Jahre in er Stube und hadern wahrlich nicht mit ihrem Gewissen. Vergleiche. Dass man gern zurückschlagen will. Natürlich, aus Gerechtigkeit. Dass es kaum Wege gibt, die man noch nicht gegangen ist. Und immer wieder da angekommen, wo man einst los lief. Seltsamer Umstand von Dummheit oder schiere Verzweiflung. Eher aber Unsicherheit an seiner Person. Und nun aber zeigen! Man hat früher die Hände zeigen müssen, in der Schule. Ob die Nägel sauber sind. Da gab es schon mal einen Klaps auf die Handfläche. Und nun zeigt man die vollgeschissene Unterhose und den zahnlosen Mund, der auch nur plappert. Schade, dass es da nichts zu sehen gibt. Talent ist ja vorhanden. Und? Gibt´s was Neues?

Diese unglaubliche Aggression. Die Wut im Bauch. Bis hin zu einer Fäkalsprache, die man sich früher verboten hat. Wer immer nur getreten wird, der tritt irgendwann zurück. Teilweise Sonnenschein und mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren. Schon auf der Hinfahrt zu einem Termin […] Erinnerungen, wie man schon mal geflüchtet war. Dass man vielleicht kein Zuhause mehr hat. Auf alle Fälle keine Partnerin mehr. Und dann so radelnd nach links und rechts blicken und kein Ziel haben. Ständig auch Vergleiche. Wie andere Männer funktionieren. Ja, aber… die leben in einem Verbund, in einer Partnerschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Hat man früher doch auch gemacht. Bis zur Selbstaufgabe. Egal, wer man ist und was aus einem wird, den Augenblick leben und die Zukunft verteufeln. Die gibt es nicht. Das Morgen kommt nie. Immer nur im Jetzt verankert zu sein. Wegatmen das alles. Damals fuhr man auch früh morgens weg und nahm Reisaus. Als hätte man sich zu verantworten für all seine Sünden und entfliehe nun seiner rechtmäßigen Strafe. Woher das kommt? Und welche Sünden? Ach, dass man immerzu Antworten auf Fragen geben muss, die man sich selbst nie stellt. Was für ein Auto fährst du? Gibt es Aufstiegschancen in deinem Beruf? Und heute? Die größten Prahler sitzen in den eigenen vier Wänden und jammern wegen der Flüchtlinge, die ihr den Raum nehmen – Raum zum Atmen, zum Leben, zum Arbeiten – die Konditionierungen wirken erst im Nachhinein. Einflüsterungen von allen Seiten, die nicht mal bewusst oder gewollt getan werden, sondern das ist Weitergabe von Generation zu Generation. Dass man ausbrechen wollte und rebellierte. Aber nur solange bis man spürte, dass die Angst am Abend den Bauch hochkroch, dass man fast kotzen musste. Es wirkt. Es wirkt auch heute noch weiter. Und von den einst Verbündeten kommen nun die gleichen Reden wie von den Erziehern und Ausbildern und Politikern von damals.
Dann brüllt man es in die Landschaft. Kühe schauen um sich, als verstünden sie. Der Traktor rattert sein lautstarkes Rattern und übertönt das Gebrüll. Brüllen bis die Tränen fließen. Und immer wieder den Feind auch benennen. Wobei es aber auch Erfahrung ist. Erfahrung, die man machen darf. Ja, ist klar! Das Leben ist Entscheidung und bisher hat man nichts entschieden. Aus Angst? Faulheit? Dummheit? Warum? Und plötzlich das Maul aufreißen und alle anklagen?

Was hat Wichtigkeit? Was ist tatsächlich von Belang? Wer legt Prioritäten fest und warum? Wer ist Herr über sein Schicksal? Was gilt es zu begreifen? Ständiges Hin und Her im Kopf und dass der Stress zunimmt, anstatt ab. Jeden Tag auf´s Neu´muss ich mich arrangieren. Rücksicht ist da nicht vorhanden. Man will Seminarräume. Kann unter anderen Umständen doch nicht wirken. Man hat eben Vorstellungen. Auch Vorgaben allein durch die ökologische Frage. Die ökonomische stellt sich ja kaum. Man verkauft ein Stück Land und bastelt sich ein Zentrum mit heilsamer Energie. Dabei geht man über Leichen, weil: alles, was zählt, was eine Bedeutung hat und von Wichtigkeit ist, ist man selbst. Fleischgewordene Egos überall.
Der Bauch wächst unaufhörlich. Kaum noch Grenzen auszumachen und schon gar nicht Disziplin. Dass man sich tagsüber zurückhält, um am Abend zu zuschlagen. Eigenartig dann die Reue am Morgen. Dass man immer bereut und doch wieder in die alte Falle tappt, die man übrigens selbst ausgelegt hat. Kalt und grau. Also: November.
Nie Fragen nach der Arbeit. Was ich tue. Oder was ich getan habe. Von Anbeginn. Jeder scheint mit sich am meisten zu tun zu haben und kann gar nicht empathisch nachfragen. Der Stress steht allen ins Gesicht geschrieben. Und sie entscheiden sich täglich neu, dass sie all ihre Vorstellungen umgesetzt sehen wollen. Dann auch keine Klage, bitte. Alles bläht und bläst. In den Eingeweiden trampelt eine Horde Elefanten durch das Dickicht. Kurz den Hintern heben und raus damit. Und dass jeder bisher behauptete, es gebe keine Nebenwirkungen. Immer so ein bescheuertes Gesicht aufsetzen und dann daher plappern. Schließlich hat man Erfahrung. Wie man dazu kommt, die Meinung anzuzweifeln? Nun, der tickende Wecker. Und dass bald Schluss ist. Wie man einige beneidet. Du hast es gut. Dabei weiß man so gar nichts über die anderen. Aber jeder maßt sich immer an beurteilen zu können, was nun zu machen sei und wie man dem Druck entgehen kann und auch sollte. Aber nicht jeder hat diesen Willen oder Mut. Gefangen in der Haut. Nein, gefangen in den Gedanken, die jeden Tag formen. Da mal mit der Keule durchschlagen. Jedoch: wozu? Eine Chance? Wofür denn?
Man hat sich schon früher viel zu viel eingebildet. Nichts ist wahr geworden von den vielen Vorstellungen, wie so ein Leben sein soll. Das Gewicht auf die Gemeinsamkeit gelegt. Die Familie, Kinder vielleicht. Zusammenhalt und Vertrauen. Stattdessen wählt man so einen feministischen Auswuchs aus dem Wald, der jammert, er komme zu kurz. Die Romantik schon lange verabschiedet. Die Welt ist kein Platz für vertrauensvolle Liebesbeweise und gemeinsame Interessen. Da kommen wir dann dem Schicksal und dem Zufall auf die Spur und sehen: alles ist Entscheidung. Daraus wird Leben gemacht. Nicht aus Lehm oder Erde.
Heute guter Dinge. Es formt sich langsam aus. Das Resümee von gestern vergessen. Was schafft man in zwei Jahren? Und wozu man sich das fragt. Das seichte Hineinschlittern ins andere Dasein. Bis zu zwei Jahren kann es dauern. Man wusste das. Dann im Sommer die gute Spritze, die einiges an Vorbereitung und Erledigungen ermöglichte. Jeden Tag unterwegs. Und immer noch einschlechtes Gewissen. Zweifel überhaupt. Heute mal konzentriert an einer Sache bleiben und da voran stoßen. Auch wenn die Zukunft mir ihren hibbeligen Armen dauernd winkt und ruft. Entspannung und Wille. Häufig auch Gedanken an Musik. Dass man alles hingeschmissen hat und heute bereut. Immer wieder nur Reue, seit der Entscheidung. Nicht vergessen sind all die Erfolge in Lebenserkenntnis und Egoaufbau. Dass es wenig Sinn macht, wenn man sich nach anderen richtet. In der Beziehung gar nicht. Kompromisse kann es nicht geben, sonst steht man am Ende vor dem Nichts. Nicht finanziell, sondern emotional. Und in sämtlichen anderen Belangen eben auch. Austausch ist gut, aber am Ende steht man allein vor seinen Aufgaben und entscheidet, was man tun und lassen will. Wer ständig irgendwelche Ratschläge verteilt, macht sich auf die Dauer nur Feinde. Warum die Griller weiter grillen. Die Esser essen. Morgen ist auch noch ein Tag. Flugzeuge fliegen weiter. Das Leben schmilzt.

Dass man darüber berichten sollte. Na, sicher. Und dass man sich ständig in eine Situation hinein geworfen fühlt, die man nicht zu verantworten hat. Um im schlechten Licht zu stehen. Über Leichen gehen. Am Ende dann nur für sich sein. Damit man sich mal wieder etwas angenehmer fühlt. Ein Berg aus Vorwürfen und Verachtungen. Dass das Neue jetzt bevorsteht. Eigentlich hat man es immer herbeigesehnt. Über all die Zeit hinweg diese Teilnahmslosigkeit. Das Hinausgestoßen sein aus dem Leben des anderen. Weggeschnittene Warze. Dass jetzt die Wunde sich richtig auftut und die Gefahr der Verblutung besteht. Auch die Befürchtungen könnten sich bewahrheiten. Angst vor der endgültigen Aufgabe. Oder auch keine Angst, eher ein Gefühl des Nichtsehens. Das altbekannte Horror Novi. Alles wie weggeblasen. Keine Konzentration möglich. Dass andere entscheiden und man ungewollt in einer Entscheidung steckt. Wie sowas nur zustande kommen kann? Dass man ungefragt sein Leben hingibt und es dann als Demut bezeichnet, um nicht das Gesicht zu verlieren. Und wie verliert man sein Gesicht? Gar nicht. Man gewinnt höchstens an Erkenntnis und Sehkraft. In die Situation hinein und gegen die Angst. Wieder und wieder. Auch hier das alles wegschreiben. Es interessiert ja niemanden, ob man da ist oder nicht. Immer diese Autokorrektur! Nervend. Abstellen das alles. […]
Blicke durch das Fenster. Dass man weiß um die Lage. Blicke auch am Abend, wenn man durch den Raum wandert. Wie derjenige mit dem Kreuz. Büßer du. Dass man sich für all seine Taten zu verantworten hat. Außerdem aber glücklich über die Fähigkeit des Denkens. Und die auch nutzen, um sich nicht einspinnen zu lassen. Na, dann ist es eben aus und vorbei. Es gibt nichts, was es zu vermissen gibt. Reumütiger Hund, der man ist, verkriecht man sich in seiner Hütte und betrinkt sich mit seinen Kummertränen. Man beweint sich selbst. Aber weg von den Anklagen. Alles nur Möglichkeiten, die Umstände zu erkennen. Kein Vorwurf könnte jetzt noch greifen.
Die Sonne schaut wieder durch das Fenster und ich muss wohl noch mal weg. Schon gestern in arge Bedrängnis geraten. Aber das lässt sich einrichten. Fast mittag und seit den Morgenstunden nur den Kopfsalat sortiert. Schreie durch die Baumwipfel. Kinder, die spielen. Dass man wartet. Aber auch nicht warten will. Und worauf auch? Dass man viel zu lange gewartet hat. Jahre. Jahrzehnte. Und nun das!
Beruhigung der Lage. Eintauchen in eine andere Welt. Sehen, was man noch tun kann. Schauen, ob es Möglichkeiten der Entspannung gibt. Aus. […]

Man könnte ja auch mit Datum arbeiten. Jeden Tag die Einträge ordentlich abheften. Aber das unterstützt dann so das Format der Blogeinträge, was ich gar nicht will. Spannender ist es doch, wenn man später die eingestellten Texten zusammenhängend liest. Da ergibt sich vielleicht so etwas wie eine Geschichte. Obwohl ich nicht versuche an das vorherige anzuknüpfen. Der Morgen ist immer anders. Und die Gedanken beinahe gleich. Panik. Es muss zwanzig nach fünf gewesen sein. Ich sah sogar auf die Uhr. Ging pinkeln und lag dann bei Atemübungen im Dunkel meines stinkenden Betts. Dass man jetzt ja nicht mal mehr waschen kann. Wohin nur mit der nassen Wäsche? Aber dass da niemand nach fragt. Jeder so mit sich beschäftigt. Heute die doppelte Dosis. Auch weil die Wirkung gegen Abend so rapide nach unten stürzt, dass ich da dann auch schon in Panik gerate. Parallelen zur Mutter. Dass man mit dem Rad raus fährt, ins Atelier und überall mit einem Mal Gesindel. Fehlt noch, dass man angesprochen wird. Oder grüßen muss/ soll. Man ist dann sofort wieder aus dem Fluss. Die Vorhaben im Zimmer noch sortiert. Am Vorabend ja alles bereit gelegt; und dann Störungen allerorts.
Sitze bei frostigen Temperaturen im Warmen. Man wird Geld verlangen. Wie immer. Wie alle. Alle verlangen nur Geld. Dass man raus will aus diesem Kreislauf. Und nun noch tiefer hinein gesaugt wird, in einen Sumpf aus egoistischer Geldgeilheit. Ständig fahren Autos auf und ab. Man geht in die Öffentlichkeit, zum Frühstück. Andauernd knallen die Autotüren. Die Empfindsamkeit nimmt zu. Und dass man schon wartet und ahnt, was in der kommenden Woche kommen wird. Warum denn sonst die Anrufe? Altbekanntes Spiel, jemand verspricht was und dann bin plötzlich ich in einer Entscheidungspflicht? Ich werde verschwinden.
Heute wieder langer Tag. Man kann damit schon gut leben. Auch mit den dummen Gesichtern der anderen, die sich fragen, was hat er denn nun? Irgendwann werden sie einfach alle verschwinden und ihr Gezeter und Gezerre sein lassen. Das war schon früher so. Immer ging die Klingel. Immer wollte jemand was. Nur was, konnte niemand beantworten. Ich ließ sie alle stehen, da draußen und wie sie dann zu den Fenstern blickten. Jeden Tag das gleiche Spiel. Klar, dass man da auf dumme Gedanken kommt. Aber dass es immer nur um die Belange der anderen ging, das wurde später erkannt.
Gerumpel hier. Ich schrecke immer hoch. Panik nun auch hier. Morgens bin ich schweißgebadet. Die Angst bahnt sich mit ihren Griffeln den Weg in die Eingeweide und wühlt darin herum, wie ein Hungriger in einer Mülltonne. Und dass man davon erzählt und dämlich angeglotzt wird, als hätte man nicht mehr alle. Hat man ja auch nicht. Ich gebe es offen zu! Kalte Füße. Vorteile der Situation sind eindeutig wieder mal, dass der Appetit schwindet und man wenig bis gar nichts isst. Trinken ja, Bier am Abend. Irgendwie irritiert dieser Morgen. Alles so anders. Soviel Bewegung hier. Laute Geräusche, als müsse man überall Dinge erledigen. Und dieses ständige Autotürknallen… […]
Sabotage. An der Person. An der Arbeit. An den Zielen. Rücksichtsloses Vorgehen für die eigenen Belange. Und ich in der Machtposition. Sicher. Wenn ich nicht will. Ich bin Mitbesitzer. 50/ 50…
Halbe/ Halbe! Aber man wird des lieben Friedens wegen nicht den Mut aufbringen, bis auf´s Äußerste zu gehen. Schon allein wegen der Panikattacken. Der Tag dürfte da sein. Fast halb zehn und Thomas handwerkert ordentlich wie ein Handwerker. Nun auf Du und Du mit diesen Leuten. Die komplette Fassade. Ein Lächeln hier, ein freundliches Wort da. Und noch das Angebot eines ayurvedischen Getränks. Zum Probieren. Trink´dich glücklich…

Ausgeschlafen. Liegengeblieben. Schreckhaftes Erwachen am Morgen. Dass man es noch immer nicht gelernt hat, seine Antennen einzufahren. Man hört auf jedes Geräusch. Überall sieht man Schatten sich wegducken. Gesichter, die durch die Fensterscheiben glotzen. Und alles, was sie sagen, sind Anklagen. Und ich weigere mich partout sie als real anzusehen. Und sie sind nicht real. Jeder Mensch in meiner Gegenwart ist nur noch Gespenst und versucht mich einzustricken in die eigenen egoistischen Belange. Ist es also soweit gekommen? Wenn man jemandem lange genug klarmacht, dass er unfähig, unzuverlässig und ein Träumer ist, dann glaubt er das irgendwann selbst. Ich bin also unfähig. Zu was denn? Man will das hier nicht auseinanderdividieren. Nur dass es an der Zeit ist, sich von alten Mustern zu befreien. Saturn räumt auf.
Wie selbstsicher da die Aussage auch heraussprudelte, dass es jetzt an der Zeit sein Leben zu leben. Alles unterdrückte Streben, aus welchen Gründen auch immer, komme nun hoch und will ge – und erlebt werden. Aber auf dich trifft das nicht zu. Schon als die Aussage ausgesprochen war, wurde einem bewusst, dass es eben genau so kommen muss. Und dass seit schon langer Zeit eben nicht das eigene Leben gelebt wurde, sondern dass seit Anbeginn die Vorstellungen und Erwartungen anderer erfüllt wurden. Dass man sich verleugnet hat. Wieder und wieder. Auch um gut dazustehen. Natürlich ist es an der Zeit sich aus diesen Fesseln zu lösen. Mit aller Konsequenz heisst aber auch, dass es einen Neuanfang geben wird. Dass man endlich für sich sein kann, ohne ständig ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Sonne. Frost. Im Atelier angenehme Temperatur. Im Bett geschwitzt. Gleich Gedanken an den nächsten Ansturm in der kommenden Woche. Da kommt dann noch so ein gewissenhafter Könner. Wie man damals einfach eingespannt wurde. Es ist das Recht desjenigen, der sich im Recht glaubt und danach handelt und also über Leichen gehen. Einflüsterungen. Aufpassen wegen zu vieler Wiederholungen. Dass man sich ja nicht im Kreise dreht. Wo es anfing. Als man ausgesperrt wurde und als Teil abgetrennt war. Keine Zugehörigkeit. Staatenlos. Aber unfrei. Und das Jammern danach. Wozu nur? Dass man viele Wege gehen kann und will. Möglichkeiten der Befreiung. Und überhaupt zum Träumertum: wo wären all die Werke? Wo wäre die Kunst, wenn jeder auf die Reden der Lauen gehört hätte? Wenn niemand aus eingestampfter Angst sich über all dies hinweg gehoben hätte. Ein jämmerlicher Ort wäre es hier. Vergleichbar mit einer Neubausiedlung. Eigenheime, Autos, kleiner Garten, stumpfe Gesichter in einer stumpfen Welt.

Bevor es in den Tag geht, rast es im Kopf rauf und runter, hin und her. Niemand weiß oder ahnt eigentlich davon. Und warum auch? Nun auch noch der große Abstand. Nassgeschwitzt wie schon am Vortag wird von mir die Umkehr verlangt. Dass man endlich aufhört anderen zur Genüge zu sein und selbst ein Leben hat, das sich nicht vereinnahmen lässt, höchstens durch eigene Entscheidungen. Wieder im Atelier. Und überall Menschen. Seltsam vergnügte Menschen. Dass man nicht dazu gehört und vor lauter Irrsinn allen aus dem Wege geht. Selbst heute dem Menschen, der irgendwas angeboten hat. Ihr angeboten hat. Wie man über Leichen geht. Dass man sich nur auf sich verlässt und auf sonst nichts mehr.
Noch den Gang heute. Also auch Vorteile in dieser Situation. Abends wird man in Ruhe gelassen und morgens läuft der Poltergeist über den Flur. Man dreht sich immer nur im Kreis, wenn man nicht mal anhält und sich umschaut, wo man ist und was man denn hier macht. Heute weiter arbeiten an den Bildern und Skizzen. Natürlich! Aber die Panik ist unerträglich. Wenn man dann noch esoterisch wird, kann es ganz den Bach runter gehen. Dass man das Gift ständig zu sich nimmt und diese ganze Situation hervorholt. Da wächst dann auch die Angst und die Macke, bis man entweder einen Nervenzusammenbruch erleidet oder sich eigenhändig den Strick umlegt. Auswege gibt es immer. Und was am gesündesten ist, entscheidet der Grad der Demolierung. Und der scheint zur Zeit immens. Froh aber, dass es Menschen gibt, die zuhören und vielleicht auch Hilfe bieten. Nächste Woche dann.
Dass man nie verstanden wird. Weil man sich nicht noch mit den Belangen anderer befassen kann. Ganz einfache Kiste. Also auch Erwartungen an andere? Sicher. Dass man immer denkt, sie erkennen die quälende Lage und helfen. Stattdessen werden Messer in offene Wunden gerammt. Welchen Sinn macht es überhaupt sich hier noch krumm zu legen. Dass man manchmal ein richtiges Arschloch sein will, wenn man nicht schon eines ist. Dass der Mut immer so weit sinkt und man sich in die Situation ergibt, wie ein elender Feigling, der keine eigenen Interessen oder Vorhaben hat. Dass man eigentlich nur existiert, um andere zufrieden zu stellen. So richtig vor den Kopf stoßen mal. Obwohl? Wahrscheinlich ist man schon längst in der Meinung anderer soweit gesunken, dass es nur noch einen Befreiungsschlag verlangt, bis man mit beiden Füßen in der Hölle steht. Obwohl? Ist man da nicht längst? Abwarten ist dann aber auch nicht ratsam, weil man ja nur gewartet hat. Praktisch sein ganzes Leben lang. Und alles, was man sagte und tat, half nicht die Lage zu verbessern. Dass man bereit war über Jahre hinweg an sich zu arbeiten, weil man um Defizite und Mängel wusste, vielleicht auch nur ahnte; jedenfalls stellte man sich in Frage, fortwährend und doch: man muss doch an sich arbeiten. Wie lange nur? Immer, ständig, fortwährend, sonst verkommt man zu einem Monster und will die Welt nur noch brennen sehen. Nur, es gibt auch Momente, wo man dann sieht, wie man in seiner Unbefangenheit, auch Unsicherheit, missbraucht wird. Manipulation und Suggestion.

Gestern war es dann soweit. Man hatte sich schon fast mit einer angenehmen Situation abgefunden. Auch dass keine, niemals, Fragen kommen würde, was mache denn die Kunst, die Musik, die Arbeit schlechthin? Tatsächlich nur Bestätigungen der krassesten Befürchtungen. Man sitzt allein hier. Vielleicht für kurze Zeit gibt es Menschen, die einem nahe kommen, manchmal auch sehr nah, dass man sich öffnet. Aber wie gesagt: kurze Zeitspanne. Auch der kurze Abend war dann fast lustig und entspannt. Man verrichtete seine Dinge und saß dann angespannt, diese permanente Anspannung, in seinem Zimmer und lauschte der Geräusche. Wo man denn tagsüber sei? Man sehe sich ja kaum. Ja, mein Gott. Wenn man mal aufmerksamer wäre, würde man vielleicht auf den Gedanken kommen, der muss ja irgendwas machen, um irgendwie Geld zu verdienen. Oder der hockt, wie alle aus dieser Ecke, zu Hause und ruft dem Universum ständig zu, er oder sie müsse jetzt und sofort die große Belohnung erhalten. Aber sie sind alle in ihren eigenen Sachen und Tätigkeiten verhaftet. Seltsam nun, dass sie Entscheidungen treffen, wo andere dann noch erhalten sollen. Also kam es, wie es kommen musste, man wurde gefragt oder besser: eigeladen, ob man arbeiten möchte? Man rechnet nach gewisser Zeit nicht mehr mit dieser Frage und denkt, nun gut, hat sich erledigt und es wird zum Glück akzeptiert, dass man ein eigenes Leben hat. In diesem Fall dann nun wiederum nicht. Obwohl, man verneinte natürlich sofort, zog sich auch gleich wieder zurück und brabbelte irgendwas von Jobs und Erledigungen. Dass sie sich nie vorstellen können, man hat tatsächlich eigene Vorstellungen von seinem Dasein und auch seinem Tun. Auch keine große Diskussion. Ein einfaches Nein und trotzdem fühlt man sich wegen einer Absage schlecht. Dass man sich schon lächerlich macht. Immer nach Ausreden suchen. Und dass endlich mal diese Zupperei an den Klamotten aufhört.
Der Morgen immer wieder eine Qual. Dass man gar nicht erwachen will. Am besten gleich durchschlafen bis zum Abend, wenn die ganze Menschenbagage endlich Ruhe gibt. Es ist ja nun leider nicht die Welt mit ihrer wundervollen Natur. Das Leben an sich ist schön. Es ist der Mensch, der hier die Hölle errichtet hat. Dass man fast wie durch eine Metamorphose geht, sich aus der alten Schale puhlt, anstrengend und teilweise qualvoll, aber doch irgendwie befreiend und letztlich fast glücklich. Nur muss man täglich aufs Neu sich beweisen und die Aussagen erhärten, weil die Menschen immer wieder ankommen und reden und reden und reden… Als Mülleimer war ich noch nie zu gebrauchen.
Ostwind. Mit dem Fahrrad unterwegs und später noch in die naheliegende Stadt. Dass der Wasserhahn sich nicht öffnet. Dass man den Kaffee mal ausspart. Erledigungen und Besorgungen. Am Abend sogar Musik. Dass man das Klavier vermisst. Im Nebenzimmer steht seit Jahren eines herum; vollgestellt mit dekorativen buddhistischen Figuren. Fotos von alten Männern mit schwarzen Zähnen, die angeblich irgendeine Weisheit zu verkünden hatten und manche fanden das wohl spannend. Vielleicht lag sogar Wahrheit in den Worten der alten Männer. Nun ziert ihr Portrait einen Rahmen aus Plastik und verwandelt das Klavier in ein Mobiliar. Musik ist die heilende Kraft des Universums.
Nach einer Stunde an der Helligkeit langsame Akzeptanz der Umstände. Man setzt sich durch. Die Termine liegen gut.Man lässt sich gar nicht mehr sehen dort. Und der gequälte Ausdruck auf dem Gesicht der Lügner und Betrüger kann nicht mehr beeindrucken. Man hat nichts zu geben. Nichts zu verschenken. Nichts zu helfen. Man geht aus dem Käfig und spaziert gelassen in eine Zukunft, die sich durch gegenwärtige Entscheidungen entwickelt und entfaltet. So oder so. Nein: so UND so!