Dangast Journal

Beim Schreibjournal geht es um die Produktion eines Textes.

Hier kann notiert werden was einem durch den Kopf geht, doch dabei sollten die Gedanken um den Text kreisen, der entwickelt werden soll.

Das Schreibjournal kann per Hand oder am Computer geführt werden und hat mindestens zwei Aufgaben (Weitere Themen siehe Referenz, hier nicht!):

  1. Schreiben kommt vom Schreiben,
    d.h. man macht die Erfahrung, dass beim Schreiben von scheinbar belanglosen Dingen, plötzlich „der Funke überspringt“ und man in „Fluss“ kommt.
  2. Alle Gedanken zu dem Text können hilfreich sein, ähnlich dem Vorgehen beim Brainstorming.

zu 1.:

Ein Eintrag ins Journal kann z.B. so beginnen:

Gestern war es sehr spät: Mir fällt heute nichts ein. Außerdem kann ich mir die Person des James nur schwer vorstellen.

Hier beginnt dann eine recht gute Beschreibung des Verhaltens, wie sie z.B. für die Charakterisierung einer Person benötigt wird.

zu 2.:

in dem Beispiel kommen auch Zweifel am bisher Geschriebenen zum Ausdruck, vielleicht entstehen dabei auch Alternativen, neue Gedanken, andere Wege oder einfach nur „Anker“, die bei der Suche nach „noch nicht so optimal“ bearbeiteten Themen helfen können.

 


 

I

 

Warum man sich von den Meinungen anderer befreien sollte und sich mitteilen? Was weiß ich denn? Als ob man alles und jenes zu begründen hätte. Am ehesten ist die Annahme, dass man sich Leser wünscht, höchstwahrscheinlicher ist aber die Gier nach Aufmerksameit mit ein paar Hinterlassenschaften. Wie diese aussehen, weiß man im Vorfeld so gar nicht. Die Idee ist da, meist irgendwo anders aufgeschnappt, somit als Kopie genutzt, da man sich kaum die Mühe macht, eigene Gedanken in sich zu suchen; bestimmend also durch Beeinflussung äußerer Gegebenheiten, prahlen wir mit längst bekanntem Wissen, um uns einen Anstrich der Informiertheit zu geben. Ja, wir sind informiert. Letztlich sind es Informationen, die hier genannt werden.

Ob diese nun zu einer erhöhten Erkenntnis von irgendwas führen oder auch nicht, ist unerheblich. Was interessiert, ist vielleicht eine Hinschau zum Realen oder zur anderen Wirklichkeit. Was interessiert, ist vielleicht auch ein Ausprobieren der Fähigkeiten…

Dass die Sonne scheint und ich drinnen friere. Sitzend in Strickjacke, wartend auf den Abend, wenn die geschäftigen Tätigkeiten endlich eingestellt sind und kein Vordringen feindlicher Mächte mehr zu befürchten ist. Wartend auf den Mond.

Wartend auf den Mond. Wartend auf dem Mond. Wartend, auf den Mond. Aus den Dangaster Journalen… Hohle Welt. Dass es an Schlagworten nie mangelte, aber das Ganze, überblickend, inhaltlich, begreifend, darauf käme es an. Das Dangaster Wattschwein – aus den Dangaster Journalen. Na ja, warum nicht? Und dass ernsthaft wohl ein jedes Ding schon ein mal hier war; somit auch dieser Gedanke schon mal gedacht wurde. Warum man nicht ins Innere blickt. Dass die Oberfläche einen mit ihrem Glanz verwirrt und das Eigentliche verdeckt. Wie man denn tatsächlich das Substantielle ergreift. Ich halte auch fest am Gold.

Dass man allzu Persönliches besser ausspart. Wie es dazu kommt, dass junge Menschen sich im Besitz ihres Landes wähnen. Und das auch hinaus prahlen in die Welt: Dies ist unser Land. Wie sie auch sprechen für andere. Sich in der Mehrzahl darstellen, als hätten sie verschieden große Köpfe. Eher ein Januskopf, will mir dünken. Das sollte man mal diskutieren: die Welt verbessern mit Technologie. Wie es dazu kommt, das vernunftbegabte Wesen sich den Maschinen anbiedern. Wir sind alle käuflich, nicht nur die Frauen. Als stünde man am Straßenrand mit hochgezogenem Röcklein und verkaufe sich an die technisierte Welt. Und dass man nicht entscheidet. Oder doch entscheidet, aber nicht unterscheidet, wer denn entscheidet. Was die Welt bewegt.

[…|

Dass die Hundebesitzer ihren Tieren jeden Tag beim Pissen und Scheißen zusehen. Müssen oder wollen? Dass die Konsistenz von Scheiße diskutiert wird. Wie Ernährung uns beeinflusst. Fleischesser seien hier genannt. Warum macht es Sinn, Hunde vegetarisch zu ernähren? Dass man eingreift in allem, ohne die Konsequenzen zu beachten. Zu fürchten. Sind wir naiv? Ist der Mensch dumm? Mal etwas beschreiben, ohne es gleich zu bewerten. Warum ich den Zynismus immer im Gepäck habe. Und auch woher die Wut kommt. was die Welt eben so bewegt.

Online-Enthemmung. Soziale Netzwerke. Wo es doch eigentlich nur Selbstgespräche sind, die sie führen. Quasi beleidigen sie sich selbst. Ohne es natürlich zu wissen. Was das Bildungssystem denn vermittelt? Wo her kommt eigentlich diese immense Wut der Bürger? Dass sie nichts abbekommen vom großen Kuchen? Und welchem Kuchen denn? Dass sie sich ungerecht behandelt fühlen? Als ob es jemals gerecht auf der Welt zu ginge.

Bereiche, die man von sich einfach weg lässt. So wie Resignation. Man weiß schon, dass es keinen Sinn macht, sich den anderen preis zu geben. Dass der Himmel auch nicht blauer wird. Starre Blicke an eine undurchdringbare graue Wand. Dass ich immer nur suche, obwohl ich nicht mal weiß, was. Stille ist immer Ruhe vor dem Sturm. Und dass man seine Plattheiten auch für sich behalten könnte. Manchmal der Gedanke an wütende Ausbrüche. Ruhe gibt es nicht, bis zum Schluss.

„Gibt einfach auf? Man muss doch kämpfen!“   [HM]

Ost/ West Dangast. Dass man einen Graben zieht, der die Eindeutigkeit einer Teilung nur unterstreicht; und es wird angenommen, dass Bewachungspersonal bereits eingestellt wurde. Unverständnis hier und sicher kein friedvolles Resultat. Dass man trotzdem zu sieht. Kopfschüttelnd längsseits marschiert und aber weder Hand noch Mund erhebt, um irgendeine Änderung hervor zu rufen. Dass man erzogen wurde zur Resignation, wo man eigentlich kämpfen sollte. Dass man schwarz sieht, obwohl es weiß ist. Dass man glaubt, obwohl: ohne Beweis? Schätze und Trophäen zeigt man sich. Hier und hier! Das und das auch! Über allem dann ein starker Regen, der nichts rein wäscht.

Wie das zusammen passt: Es war mitten in der Nacht und der Rettungswagen stand mit kreisendem Blaulicht auf der Straße. Weit über´s Feld sah man diese wehenden Lichterschwärme. Als der Bauer kam und bittet, man möge dies Licht abstellen. Im Dunkel der Nacht, das sich drehende Blau. So wie im Karussell. Außerdem: die Kühe würden ganz verrückt davon. Wie dann später, als man an den Ställen vorbei ging, die gleichen Kühe eben zum Abtransport in einen Lastwagen verladen wurden. Das Gebrüll. Die Furcht im Muhen. Das Gelärme des Bauern. Letztlich die Frage, was er schützen will? Das Verkaufsgut oder die Seele? Dass der Abtransport im Verborgenen geschieht. Der Lastwagen wird nah an die Scheune gefahren, hinein beinah. Nicht einsehbar das Treiben dann die Aluminiumtreppe hinauf. Getrampel nur zu hören. Und mitten drin immer das Schreien des Bauern, dem in besagter Nacht das Wohl seiner Kühe am Herzen lag. Der Rettungswagen wurde wegen eines Herzinfarktes gerufen. Dass man sich wundert.

Sprengstoff unter die Zunge. Erweiterung der Arterien. Luft holen. Entspannen mit dem Martinshorn. Des einen Challenge ist des anderen Passion. Wie man behauptete, man müsse andere Wege gehen, da ein Eingriff eine große Herausforderung sei, dem man sich nicht gewachsen fühle. Dann, vier Uhr in der Früh, auf dem Tisch. Schnell die Kleidung abgestreift. Ruppig hier die Leute. Handwerker mit dicken Oberarmen. Grimmige Blicke. Dann der Daht. Dass sich jemand dem gewachsen fühlte, dankt er ihm. Der Bauer unterdessen. Vergessen.

[…]

Hier auch noch: der Beweis. Dass man jemanden trifft und sich grüßt. Man redet über Dritte, weil man sich selbst nichts zu  sagen hat. Auch kein Interesse am anderen eigentlich hat. Jedenfalls führt das zu dieser Annahme.

Und wie man immer weiter auseinander geht, sprechend. Der Abstand wird größer, fast könnte man die Stimme erheben. Man tut´s nicht. Immer noch ein Gedanke, der ausgesprochen werden will. Wozu Konversation taugt. Warum dann nicht aneinander vorbei gehen? Kurz erhoben das Haupt, Grüße und ab dafür. Dass man die Umtriebigkeit anderer als völlig belanglos erachtet. Und das auch: diese ständige Überschätzung seiner Person. Als reichten die Jahre nicht aus, endlich auch hier Beweise für eine Gleichartigkeit erhalten zu haben. Was braucht es denn noch? Und dann der falsche Blick. Das Theater hier. Und wenn er dann noch an diesem angeblichen Park vorbei geht.

Gesetzmäßgkeiten: Grauer Himmel im März. Überall Lärm. Beschneidung der Natur. Umtriebigen Triebe. Geschäftiges Einerlei, die uns zu Mancherlei macht bis hin zu Allerlei. Ob der gleiche Himmel auch  anderswo erscheint? Man geht den Gang und bleibt gelassen. Je mehr Jahre, desto gelassener. Aber auch öfters jetzt die Frage nach einem Ausrasten. Und wieso man eigentlich nicht mehr alles schlucken kann. Das hängt mit den inneren Veränderungen zusammen. Schalter: Ein/ Aus! Warum diese Verstellung ja so einfach verschwand. Als hätte man den Schauspielkurs erfolgreich absolviert. Nun, ab einem gewissen Alter dann die Erfahrung, dass es besser für das eigene Wohlbefinden ist, sich auch mal gehen zu lassen. Grauer Himmel bietet etwas Schutz.

In der Nacht hat es geregnet. Überall tiefe Pfützen und Spiegelungen vor den Augen. Eine Welt in der Welt. Dass man sich darin ja auch verlieren könnte. Und wie die Tolteken die Schatten beobachteten. Dass man sieht und glaubt, das ist die Welt. Den Blick auf die Zwischenräume lenken, zum Beispiel bei Baumästen. Durch die Äste schauen. Den Blick erweitern. Hier dann auch mal die Kunst nennen. Das Dunkel erkennen. Hinter den Spiegeln. Tropfen an den Ästen vorm Haus. Wie sie mit dem Wind wackeln und einige fallen zu Boden, schnell, schmerzlos. Auch hier die Spiegelungen auf dieser dünnen Haut. Dass man wissen könnte, aber die Vermutung vorzieht und sich auf Spekulationen versteift, die ohne Beweise sind und bleiben. Wissen durch Erfahren. Satori. Wie der kurze Augenblick, der die Gefangenschaft aufhebt. Das es möglich ist zu wissen. Warum probieren wir so wenig? Im selben Moment die aufsteigende Furcht, weil es keinen Halt gibt. Urplötzlich hinauf geschleudert ins Ewige. Atemstillstand. Leben. Existenz. Gesetzmäßigkeiten, die wir erkennen sollten, bleiben im Alltag verborgen. Wie oben, so unten. Also: dass in den Schatten die gleiche Welt noch mal existiert. In den Zwischenräumen die ganze Welt. Hinter den Spiegeln die Gesichter der Doppelgänger. Ich hier. Er dort. Dass der graue Himmel die Pforte ist. Was einen davon abhält mal andere, neue Türen zu öffnen. Die Gewohnheit. Und die Angst vor dem Neuen. Lassen wir alles so, wie es war, wie es ist. Und: Ist doch alles gut. Will ich gar nicht wissen.

Wiederholungen: Dass es irgendwann mal gut ist. Dass es reicht. Dass man genug hat. Das Neue klopft nie an die Tür.

Neuerdings häufiger Gedanken an die Lotterie. Dass man einfach mal alles weg hätte. Sozusagen: der Nullpunkt. Von vorn anfangen und alle Beziehungen, Verpflichtungen kappen und sich absetzen. Am besten so Großstadt. Einmieten und dann schauen, was man noch so auf dem Kasten hat. Durch Entscheidungen hervorgerufene Abhängigkeiten. Wie man sich eigentlich nur immer wieder über sich selbst wundern sollte, anstatt die anderen für irgendetwas verantwortlich zu machen. Gestern das Parteiprogramm der AfD runtergeladen. Man verspricht sich nichts vom Klimaschutz. Und dass der gesunde Menschenverstand (Kant lesen!) gleich aufschreit. Alles Unfug. So durchschaubar der Opportunismus. Letztlich die Ziele doch eher menschlicher Natur. Tragisch nur diese Naivität. Völlig verrannt im eigenen Hirnschmalz und so selbstverliebt. Als ob wir nicht sehen würden, was ihre wahre Intention ist. Macht. Natürlich leugnen sie. Alle leugnen.

Alle Könige. Ein besseres Leben. Ein Wunder vielleicht. Dass man noch Wünsche hat, jetzt, danach. Wo ja doch eigentlich alles schon dem Ende zugeht. Das Ende zumindest nahe scheint. Beweis: kein Ehrgeiz irgend jemandem seinen Platz streitig zu machen. Diese kleinkarierte Show aus Selbstsicherheit und Arroganz. Alle Königinnen. Dass man es versucht und scheitert, Tag für Tag. Das ewige Scheitern, das uns zerbricht. Ob das zum Begreifen führt? Alle Könige. Auch nett: wie sie alles hinaus schreien, wenn sie mal etwas nur begriffen haben.Hier auch bei einem selbst schauen. Bei einem Selbst schauen? Die Zahlen der Lotterie um Gottes Willen nicht auswendig lernen. Wobei das ja irgendwann von selbst geschieht. Man macht die Kreuze und eigentlich… Kann ja sein! Und: wer nicht Lotterie spielt, der kann auch nicht gewinnen!

Von der Weltakademie:

dass man immer eine Alternative hat; und dass die Entscheidung immer auch rückgängig gemacht werden kann, wenn man den Mut aufbringt. Dass man sich  ernst nehmen muss. Was kann ich und was kann ich nicht. Dass man das Schicksal nicht betrügen kann. Jemand sein wollen, der man nicht ist.

Frühlingsstimmung, beinahe. Vogelgezwitscher, was man ja tatsächlich vermisste. Nicht so den ständigen Lärm all dieser landwirtschaftlichen Geräte. Morgens schon, dass man keinen Wecker mehr benötigt. Als führe der Kerl mit seinem Knatterteil direkt durch´s Zimmer. Dass ich mich nie beklage. Der Wind, unsichtbar und zurückhaltend heute. Vieles ist seltsamerweise nicht los heute. Sogar der Verstand hält mächtig still, wie vor einer anstehenden Operation. Dass langsam die Narkose wirkt und man hinüber wandert ins andere Reich. Dort dann die Wirklichkeit. Auch komischerweise wenig Verkehr auf den Straßen. Fast könnte man entspannt in den Tag gehen, wenn nicht Bruder Ehrgeiz am Rockzipfel ziehen würde. Immer schaffen. Immer in Produktion sein. Niemals still stehen. Und dass die Zeit immer knapper wird. Man hat ja nicht mehr viel Zeit. Was man im Laufe dieser Zeit an Konditionen schluckte und diese nun mühsam wieder los werden muss. Aus Dummheit. Auch um Erfahrungen zu sammeln. Wenn schon kein Gold, dann Erkenntnisse. Jetzt hört man hier gar nichts mehr. Als seien sie ausgewandert. So die Zeit zwischen Winter und Frühling. Als ob man sich unschlüssig ist, was zu tun sei. Prahlen oder Ruhe. Der vereinzelne Ruf eines Drosselweibchens. Dass man sich ganz schön vertan hat, zu glauben, man verstehe die Frauen. Am Ende dann: sich vernachlässigt, um zu gefallen. Aber eben auch aus Unkenntnis der Dinge. Aus Unerfahrenheit in die Lage hinein gestolpert und gestrampelt wie ein ertrinkender Vogel. Die Drossel […| jetzt ruft sich nicht mehr.

Sonntag. Und überall Stimmen, die vom Wind ans Fenster getragen werden. Das Fenster geöffnet. Lüften. Dass der Gestank des gestrigen Tages verschwindet. Wie schnell man auch einen Dunst ansammelt, über den Tag. Dass es fast unmöglich scheint, sauber zu bleiben. Gedanken an Karma. Sauber bleiben. So eine Floskel, dabei weiß jeder, dass jeder Tag den abzutragenden Berg nur wieder erhöht. Was ist das Ende. Wo ist das Ende allen Wissens? Und ob es Belohnungen gibt. Zum Abschluss die Krone, oder so. Mir fällt der Name nicht ein. Wie überhaupt ich immer mehr vergesse. Der Typ aus „Der Fänger im Roggen“… auch so eine Aufbruchsstimmung. Woher rührt das nur: dass der Mensch immer auf Entdeckungsreise muss? Bis er dann das sieht, was er meinte sehen zu müssen, um dann erenut auf Reisen zu gehen, um irgendwas zu entdecken. Diese ständige Unruhe. Der Hibbelmann.

Hieß er Tyler oder so? Nein. Tyler Durden war das. So wie Harvey. Unser aller Freund. Man spricht mit dem Unsichtbaren. Mit sich selbst. Ob die Wirklichkeit die Wirklichkeit ist? Dass es weiter gehen muss. Ansonsten hätte das alles doch auch etwas total Abgeschmacktes. Und ob das jemand steuert. Naiv das.

Sonntag also. Es regnet. Das Geräusch, wenn die Autoreifen durch die Wassenpfützen fahren. Dann plötzlich, mitten drin, immer wieder totale Stille. Rauschen. Weißes Rauschen. Ein herannahendes Auto. Jumm Jumm. Dass die technische Entwicklung weit voran geschritten ist, aber die menschlich-seelische wohl eher nicht. Dass die Stämme in Afrika uns in ihrer menschlichen Entwicklung überlegen sind. Überlegen, in welchem Sinn? Haben oder Sein wurde Anfang der Siebziger publiziert, seither eher Verschlechterungen. Vom Sinn einer Tätigkeit. Krähen auf dem Feld. Ihr Gekrächze übertönt das Autogerappel. Die Natur setzt sich durch, findet immer einen Weg.

Das Persönliche doch aussparen, darauf achten. Wenn nötig Streichungen. Nicht dass es heisst, man benutze Personen, verwerte sie für seine Belange. Das ist übergriffig, hieß es schon. Heute also Streichungen. Im Nachhinein auch immer wieder Scham, was man da fabriziert. Und ob eine Leserschaft überhaupt existiert. Was man macht, um Zugriffe zu erfahren. Ganze Tage mit technischen Herrichtungen verbringen. Und derweil zieht die hellblaue Wolkendecke den Zipfel über die große Nase. Was dann doch besser so ist.

Dass der Künstler, wenn er eine bestimmte Position in der Gesellschaft hat, auch Verantwortung trägt und eigentlich die Pflicht besitzt, sich zu politischen Themen zu äußern. Meine Position ist nicht bestimmt. Daher vermeide ich politische Statements. Letzte Woche im Radio: Warum der Herr Schulz (SPD Kanzlerkandidat) diese grässlichen Anzüge trägt? Eigens wurden Modeexpertinnen befragt. Man war der Ansicht, es unterstreiche die Verbundenheit zum Proletariat, anders benannt… die arbeitende Bevölkerung, seit jeher die Wählerschaft der Partei. Ob Herr Schulz das bewusst tut oder nicht. Ob er einen Medienberater hat. Hat im Sinne von beauftragt. Was soll ich denn noch zur Politik sagen? Dass sich die USA einen Präsidenten gewählt hat, der dümmer nicht sein könnte? Stimmen aus dem Tal der Verschwörungstheoretiker, der sei dort von anderer Stelle aus platziert worden. Also ein strategischer Schritt des Kapitals, denn andere besitzen keine Macht zur Durchführung. Und dass diese Dummheit gewollt sei. Bildung bis zu einem gewissen Grad. Gerade so, dass Tätigkeiten ausgeführt werden können. Der sinkende IQ einer Weltbevölkerung. Es reicht für die anfallenden Arbeiten. Und: haben wie nicht genug Akademiker?

Schliesst das Ausschließen des Persönlichen meine Person mit ein? In diesem Fall Beratung suchen. Wo? Und wie viel Offenheit ist notwendig während der Ratsuche? Wen überhaupt involvieren? Und wenn obige Annahme der Wahrheit entspricht, Verdummung der Bevölkerung. Also: besser im Allgemeinen sich verlieren. So vor sich her reden halt.

Das Lärmen überall. Dass jeder mittlerweile soviel Gerätschaften in seinem Besitz weiß, dass man selbst einen Baumarkt eröffnen könnte. Wir gehen in den Garten, hieß es früher. Zur Betätigung. Unkraut rupfen, rasen mähen. Die Bäume beschneiden. Heute wird schweres Gerät aufgefahren und die Baustelle wird eingezäunt. Einen Rasenmäher mit Aufsitzer. Und jeder besitzt einen. Politik im Vorgarten.

Wahrnehmungsverschiebung: seit gewisser Zeit den Eindruck nicht los werden, dass ich dieses Draußen anders erlebe. Ganz bewusstes Erleben der Stille, wenn mal kein Auto vorüber fährt und der Treckerfahrer beim Frühstück sitzt. Banal bestimmt nicht. Wie man durch die Welt rannte und glaubte, diese mache den ganzen Lärm und Krach. Nein, der kommt aus deinem Kopf. Der steckt in deinem Kopf. Auch wieder etwas Positives erkennen. Wie wenn man Gedanken anhält oder besser: aufhält, obwohl sie sich sträuben und ständig erhört werden wollen. Wie so eine große Kinderschar, die man in die Welt setzte. Jedem die Aufmerksamkeit geben scheint absurd. Und dann tatsächlich hinein spüren in die Stille. Auf die Frage ( Achtung!), was Musik sei: die Stille zwischen den Noten… von irgendeinem Komponisten. Ist was dran! Ohne diese Stille könnte man die Musik gar nicht erfassen. Eine Melodie lebt vom Nachschwingen der Töne in der Stille. Jetzt, eben, kein Laut. Nur das ewiges Rauschen im Kopf.

Ob man das alles nun begreift oder nicht, ist vollkommen gleichgültig. Alles. Was das auch immer sei. Dass es das Erleben des Lebens ist. Das wahrhafte Fühlen des Daseins. Ob das nun wiederum abgeschmackt ist oder nicht, ist auch vollkommen gleichgültig. Dass es sowieso nur subjektives Empfinden gibt. Ein Teilen ist niemals möglich.

Die eigenartige Tage: es gibt sie! Heute, zum Beispiel. Dass man aufwacht wie bisher, aber schon nach einigen Minuten bemerkt, dass etwas anderes Energetisches in der Luft liegt. Wie so ein Schnuppern dann, als verfolge man eine Spur. Hundeschnüffeln, aber man kommt dem nicht auf die Schliche. Das Gefühl, heute sei, trotz der altbekannten Umgebung, die Welt merkwürdig aufgeladen, wie ein Akku im totalen grünen Bereich. Die Tage vorher so schwerfällig. Nicht an der Geschwindigkeit gemessen, sondern an den Ereignissen. Und eigentlich nichts besonderes geschehen, das also. So in den Tag hinein, ohne große Anstrengung; und nun, heute, dies langsame Annähern neuer Eindrücke oder Ereignisse. Aber eben auch nur gefühlsmäßig. Dass man nicht der alte ist, natürlich nicht. Wie auch? Aber da war kein Licht. Auch kein Tunnel. Nicht mal eine helfende Hand, außer die der Helfer. Heute geht wahrscheinlich nichts. Wie das merkwürdige Gefühl aber keine Gestalt annimmt, nur so ein Wabern, ein Rauschen im Kopf. Oder in den Ohren. Vieleicht auch alles einfach nur Einbildung? Tatsächlich klingelte heute zwei mal das Telefon, ohne dass ich dran ging. Ich gehe eigentlich nie ans Telefon, schon seit Monaten nicht mehr. Alles, was kommuniziert werden muss, geht über das Email Programm. Keine Stimmen. Keine Energien. Nur geschriebene Worte. Die Reaktionen auch, unnahbar, deswegen ja. Heute ist kein guter Tag. Beim Rundgang auch so viel Menschen unterwegs. Auch die ohne Hund am Arm. Ist die Welt noch die gleiche wie gestern? Nein, natürlich nicht. Schließlich ist ein neuer Tag entstanden. Neue Möglichkeiten, neue Erfahrungen, neue Ereignisse, neue Erkenntnisse in der alten Umgebung? Wahrscheinlich alles nur Einbildung. Wenn nur bald Ruhe ist. Und dass das Rauschen in den Ohren auch nur von der Heizung stammt. Dass das Glitzern und Flackern um die Augen herum nur Spiegelungen am Rand der Brille sind. Dass die schaukelnden Ästen nicht im Wind winken. Dass das Seltsame an diesem Tag die Gedanken sind.

Wenn man dann am Morgen geweckt wird: mit Axt auf dem Bahnhof in Düsseldorf mehrere Menschen angegriffen. Einige schwer verletzt. Der Täter wohl verwirrt, flüchtete und sprang in seiner Panik eine mehrere Meter hohe Brücke hinunter. Er brach sich die Knochen und konnte festgenommen werden. Und wenn dann einem nahstehende Personen in so einem Fall involviert sind. Dass immer noch der Wahnsinn kursiert und wir einfach munter weiter marschieren, in RIchtung Ausgang. Keine richterliche Instanz.

Heute aber auch Sonnenschein. Azurblauer Himmel. Dass man sich seiner Träume erinnert. Fast ein Frühlingserwachen in dem Chaos. Ob man besser verschwindet, in andere Regionen? Frage: wohin? Und dass es am Ende überall gleich ist. Schon nach wenigen Monaten ist man zugehörig, meinetwegen akzeptiert. Schon da müsste man gleich wieder packen und verschwinden. Dass es verdammt noch mal nicht gut ist, Wurzel zu schlagen. Vor Veränderungen muss man keine Angst haben, Stillstand ist der Tod. Aber alles immer in unveränderlichen Abhängigkeiten feststeckt. Dass man sich Verpflichtungen ausgesetzt sieht, die einem noch vor ehemaliger Zeit nicht bewusst waren. Und nun will man alles kappen. Wohin man geht ist schon einerlei… es brennt überall. Dass man sich allerorts inkommodiert fühlt.

Es rauscht weiterhin. Erst im Kopf, dann in den Wasserleitungen. Wo man überall Zeichen wittert. Dass sie sich verrückt machen (lassen) und die Welt neu dechiffrieren wollen. Scharen von Engeln, die angeblich Schutz bieten. Macht man die Augen auf, sieht man nichts als Mord und Totschlag. Von Engeln keine Spur. Und schon gar kein Gott. Wenn nun die Tochter am Düsseldorfer Bahnhof gestanden hätte? Deshalb ja auch die Nachricht in der Früh. Und: dass man Entscheidungen trifft, verständnislos, unbewusst oder eben dich geführt. Dass sie eben nicht dort war, als die Axt geschwungen wurde.

Heute komplett ideenlos. Schreibblockade. Um Himmels Willen, so wollen wir das hier nicht gleich nennen. Da käme man ja in Gesellschaft einiger hochrangiger Schreiberlinge, in die man nun wirklich nicht gehört. Überhaupt: ständig diese Frage nach dem Sinn des Ganzen. Wie schon gesagt und beantwortet: keine Ahnung. Dass man diesen Gedanken nicht einfach austilgen kann. Gedankenlosigkeit wäre in diesen Fällen angenehmer. Dass man ja ständig irgendwelche Gedanken parat hat, auch wenn man sie nicht braucht. Immer denken. Aber Ideen bleiben aus. Was soll man auch groß berichten? Welche Information gibt man weiter? Und wieso man nicht einfach auch mal die Klappe halten kann. So dieser Umstand, dass man sich immer mitteilen muss. Ganz extrem ist da dieses Portal im Netz: youtube… Dass es mittlerweile mit dem Bildungsstand so weit ist, dass die Menschen gar nicht mehr merken, wenn sie peinlich dumm sind. Ihnen fehlt die Kontrollinstanz. Ihre Intelligenz reicht nur bis zu einem gewissen Grad der Selbstkontrolle. Darüber hinaus fehlt ihnen einfach der Gedanke, dass sie peinlich sein könnten.

Das Warten, wenn man nichts mit sich anzufangen weiß. Starren in den Himmel. Heute blau. Wir haben Anfang März. Kurze Notiz, die gleich wieder gelöscht wird. Zeigen, zeigen, zeigen… immer alles her zeigen. Der Raum zwischen den Gedanken. Die Lehre der Leere. Die Leere der Lehre. Das Schauen, immer wieder an die gleiche Stelle. Veränderung. Dass man Akzeptanz braucht.

Gedanken, die unsere Welt erschaffen. Praktisch: die Realität, die wir für die Realität halten, besteht einzig und allein aus Gedanken. Was jeder einzelne denkt, manifestiert sich im Außen als Materielles. Wie so was kommt? Dass es von dem her sinnvoll ist, man hat die Gedanken im Zaum. Auch für die eigene Gesundheit. Dass eigentlich alles vollkommen inaktiv vor uns liegt und erst durch den Gedanken materiell wird. Das türmt sich hoch im Laufe der Jahre. Dass aber auch jeder Gedanken ein Handeln forderte, dem die meisten nach gegeben haben. Warum auch immer? Unachtsamkeit. Furcht vor Repressalien? Letztlich bestimmt dann also der Gedanke unser Handeln? Fatal, eigentlich. Dass man ja nur im eigenen Kopf mal blättern müsste, um zu erfahren, was da an Müll angesammelt ist. Und danach richtet man sein Dasein aus? Nach wüsten Beschimpfungen, unterdrückten Gefühlen wie Wut und Hass und Neid, nach hässlichen Verleumdungen, nach Hass, nach Eifersucht, zum Glück auch nach Liebe und Glück, nach Lebensfreude… wenn man nun die Gedanken unter Kontrolle hielte? Lässt sich das Materielle aufhalten? Verändern? Durch Gedankenkraft? Nach dem, was da oben steht, schon.

Dass man auf das hört, was einem der Kopf so vorplappert. Warum? Dass man sich verrückt machen lässt. Dass man das alles für die Wahrheit hält, was da so geplappert wird. Dass man danach handelt. Dass jeder Gedanke überhaupt keine Existenzberechtigung hat, sondern in erster Linie nur ein Gedanke ist, der nichts zu bewirken braucht. Man kann ihn auch wieder vergessen. Man kann überhaupt sämtliche Gedanken wieder vergessen. Da wäre man wieder beim Rauschen. Dass es so einfach an einem vorbei rauscht. Wie all die Gedanken, die alle erhört werden wollen. Sie rauschen im Kopf. Nur ein Rauschen, mehr nicht. Warum also zuhören?

Dass man Ruhe braucht, um produktiv zu arbeiten. Zunächst also das Rauschen der Gedanken abstellen. Wie? Akzeptanz. Man denkt sich einen Durchlass. Am geistigen Auge vorbei ein jeder Gedanke. Keiner kommt zu kurz. Man könnte ja etwas vergessen. Bloß nichts notieren. Spülung. Und es rauscht nur so. Zur Not und auch als Hilfe, das meditative Mantren Gesinge: Rauschen, Rauschen, Rauschen… Übung hier. Dann natürlich Tee anstatt Kaffee. Oder besser gleich Wasser. Aufputschmittel sind für Schlafmützen und Trinker. Dass sowieso der Alkohol ein ganz schlechter Begleiter in Phasen der Kreativität ist. Rauschen. Rauschen. Dass man sich seiner bewusst wird. Heute also ernsthafte Arbeit. Als ob es unernste Arbeit gäbe. Aber die Gesellschaft will das so. Dass man bis ins hohe Alter eigentlich seine gesamten Konditionierungen abgelegt haben muss. Ansonsten… […] Auch die ständige Selbstüberschätzung. Und die wohl immer falschen Vermutungen. Dass es nicht so, sondern imm er so kommt. Also anders, als angenommen. Trotzdem der feste Glaube an ein hellseherische Fähigkeit. Und dass man sich nie hätte denken können, dass bestimmt wieder nur der Gedankenrausch die falsche Fährte gelegt hat. Am Ende Spekulation über krankhaftes Verhalten. Und auch traurige Beweisführung fordern. Da war niemals auch nur ein Gedanke an richtiger Position. Und eben darum dann auch diese endgültige Verbannung ins graue Exil der Unbewusstheit. Warum auf etwas hören, das immer in die falsche Richtung zielt? Warum gehen, wenn man fahren kann? Warum fahren, wenn man fliegen kann? Und warum man bis heute kein Umweltbewusstsein entwickelt hat. Dummheit oder Faulheit? Ernsthafte Arbeit heute. Ernsthafte Auseinandersetzung mit den geforderten Themen des Alltags. Dass er komplett daneben liegt. Im Garten heute erste Sprösslinge. Ostern naht. Ob man mal fastet? Bewusst hungern. Eigentlich ein unmenschliches Unterfangen. Im Rausch der Gedanken die ernsthafte Arbeit nicht vernachlässigen. Nach dem Frühstück abgeführt.

Gleich nach dem Gang ist es beinahe unmöglich in die Kreativität zu kommen. Außerdem das Hantieren mit Nebenwirkungen einiger Medikamente, die noch unumgänglich sind. An geschlechtliche Anfälle gar nicht zu denken. Man sitzt und erneutes Starren. Das ist es? Das ist das Alter? Dass es immer gegenwärtig war, von Anfang an? Aber sicher. Vorboten hat man ignoriert. Achtsamkeit vernachlässigt. Bis schließlich am großen Tore gekratzt wurde und nicht um Einlaß gebeten, sondern das Gatter einfach aufgestoßen, rein da, hinein; und nun hat man das Dilemma. Dass es vorhersehbar war. Aber man nicht danach handelte. Wissentlich sich seiner Verantwortung entziehen. Das grenzt an Dummheit oder eher schon an totaler Verblödung. Jetzt ist es jedenfalls da. Hat sich breit gemacht in der guten Stube, lauert. Entweder der Willkomensgruß oder die Ignoranz. Wissentlich, wieder. Es gibt da diese eigenartigen Beispiele: alte Männer mit gefärbten Haaren, was weiß war, ist dann schwarz. Haut gestrafft. Immer auf Diät. Und nie dem Tod in die Augen schauen. Verräterische Altersflecken im Gesicht und der komische Haaransatz. Auch oft gebeugte Haltung, also hier keine Jugend zu erkennen. Wie auch? Dass man an diesen Themen so gar kein Interesse hat? Zwischen dem Gedankenstrom mal halten und sich einen Strang heraus nehmen, den u.U. auch notieren, meistens aber gleich wieder löschen. Beweis: dass es kaum ein Gedanke wert ist. Seltsam dann diese Versteifung auf Intelligenz. Letztlich ist dumm, wer Dummes tut (FG) […]

Definitionen: Weisheit. Dass das Alter nicht davon betroffen ist. Dass man sie erringen kann durch Befragung des Orakels. Delphi. Was sie einem nützt? Was sie einem nicht nützt. Und dass es auch ohne geht. Wird oft mit Intelligenz verwechselt. Steht jedem gut zu Gesichte. Verleiht eine gewisse Entspanntheit im Umgang mit der Wirklichkeit. Welcher Wirklichkeit?

Seit zwei Tagen ist angeblich Frühling. Der große Vorbote Sonne tönt auch schon ziemlich laut da draußen umher. Zeit. Dass wir doch nur Heloten sind, solange wir die Zeit nicht bändigen können. Ein Aufhalten des Alterns. Ein Stillstand in der menschlichen Veränderung. Eine Stagnation der Erfahrungen? Vielleicht. Aber ein übergroßes Ausmaß an Ruhe, da die Hetzerei innerhalb von Terminen eben weg fällt. Am Ende man aber doch besser die Weiterführung wünscht, weil man die Menscheitsgeschichte, eine Geschichte der Gewalt, so kaum noch ertragen mag. Dass man sich nach einem Ende sehnt. Dass man sowieso immer falsch lag mit all seinen Vermutungen, die aus Wünschen und Träumen entstanden. Dass es immer wieder nur das eigene Selbst ist, auf das man gestoßen wird. Und: es war alles schon ein mal! Wieder und wieder hinein geboren werden in die unendliche Geschichte der Erkenntnis, um letztlich zu erfahren, dass es nichts zu erfahren gibt und man das Wissen sich hätte schenken können. Dass es beneidenswert ist, alles auszublenden, aber nicht wünschenswert. Verschämte Blicke. Und wie man ein Urteil ständig im Ärmel hat, dass einem der Gewinn sicher ist. Eindrücke, die langsam wieder verschwinden, hinterlassen nichts als einen Rauchschweif, der sich mit dem Wind im Himmel auflöst und eigentlich nie existierte.

Beschreibungen: die unaufhörliche Bewegung der Äste, die sich gegen den blauen Himmel schwarz abzeichnen, zeugt von stetiger Veränderung. Nichts bleibt wie es ist oder war. Kein Stillstand. Weiter, immer weiter, immer noch weiter in die Leere. Dass es die Töne sind, die uns an das Draußen erinnern. Dass die Sinne nie maßvoll agieren. Aufgesogen. Hinein und immer wieder hinein in die ewige Leere, die gefüllt werden will. Bis wir alles wieder hinaus speihen. Bis wir zu viel von allem geschluckt haben. Aber genug. Es lärmt. Man hämmert und rauscht dahin im Strom der ewigen Erledigungen. Bis wir schließlich irgendwann alles vorzeigen dürfen. Man erwartet ja wie in der Schule dann die Benotung seiner Strapazen hier. Dass man auf alles schaut, obwohl es doch gar nicht interessiert. Hier einzig die Ernsthaftigkeit zu seiner Person, zu seinem Menschsein. Somit dürfen dann auch die Strapazen sich verwandeln in Erfüllungen, die man gewollt hat. Alles ist Entscheidung.

Was habt ihr denn geglaubt?  Dass es immer so weiter geht? Dass man sich zurück lehnt und wartet auf den großen Paukenschlag? Der nicht ertönt, weil man nicht in der Lage war den Schlegel zu halten. Dass man immerzu nur wartet und hofft. Verloren in der Hoffnung, ohne den Arsch endlich hoch zu kriegen und selbst Hand anlegen, an was auch immer. Dass das eigentlich völlig gleichgültig ist, Hauptsache, man legt überhaupt Hand an. Das ewige Gejammer. Die ewigen Schuldzuweisungen, als hätte man nirgends eine Verantwortung. Hier, jetzt, entscheide dich. Oder lass`es bleiben, aber nicht dieses ewige Warten. Am Ende dann doch nur Wut, die verpufft. Wenn man den Dingen nicht  selbst einen Wert gibt, wer tut es dann? Und dass man endlich aufhören muss, jemand sein zu wollen, der man in Dreiteufelsnamen nunmal nicht ist. Dass es nie darum ging einen Pokal in die Höhe zu halten. Dass es nie darum ging sich die Taschen voll gestopft zu haben. Dass es nie darum geht der Erste zu sein. Nie.

Lieb- und seelenloses Zeug, was man gleich zu Geld machen will. Oder: man läuft umher und schreit es allen in die Ohren. Mit aufgehaltener Hand. Auch: Es geht doch immer nur um eines. Dass man sich heraus stellen muss; am besten gleich die Richtung ändern!

Die Zeit zwischen den Stunden, diese nutzen wollen. Das Ausbremsen einer Vorstellung. Den Beweis erbringen. Eine Frage nach der anderen stellen, ohne auf Antwort zu warten. Anworten gibt Hollywood!